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John C. Parkin: Fuck it!

John C. Parkin: Fuck it!

Den unspirituellsten Redner der „I can do it“ Konferenz, nämlich John C. Parkin mit seiner „Fuck it“ Methode habe ich mir extra bis zum Schluß aufgehoben. Warum? Ich wollte einfach sehen, ob die nicht – esoterischen Leser meine Berichterstattung, angefangen bei dem gottesnahen Neale Donald Walsh über die Theta Fachfrau Vianna Stibal bis hin zur Engelsexpertin Doreen Virtue, auch durchhalten. Das sind wir nun, angekommen bei einem Mann, der behauptet, dass ein enthusiastisch ausgesprochenes „Fuck it“ genauso viel bewirkt wie sieben Minuten Meditation und es sich hierbei nicht um einen Fluch, sondern eine Lebenseinstellung handelt. Selbiges soll von täglischem Stress, Druck und Ängsten befreien udn zu einer inneren Freiheit führen. Ist doch klar, dass ich mir sofort das Buch kaufen musste! Ein paar Highlights daraus findet ihr im Folgenden.

Die „Fuck it“ Methode hat neben ihrer beeindruckenden Aussagekraft auch noch den großen Vorteil, dass sie auf nichts der folgenden Dinge zurückgreifen muss:

– Gebet
– Gesang
– Meditation
– Sandalen tragen
– Lieder zu Akustikgitarren-Begleitung singen
– den Glauben entwickeln, dass nur sie Recht haben und sonst niemand
– Menschen töten
– Bohnen essen
– Orange tragen
– sich selbst davon abhalten Dinge zu tun, die man eigentlich tun möchte
– Regeln
– vorgeben glücklich zu sein, wenn man es nicht ist
– Amen sagen, es sei denn, Sie wollen es wirklich

Wenn Dinge, von denen wir dachten, dass sie uns wichtig sind, nur noch Unmut und Unbehagen bereiten, sollten wir beginnen „Fuck it“ zu sagen. Dann hören wir auf, diese weiterzuverfolgen und tun stattdessen etwas, das mehr Spaß macht. Also:

– Wir sagen „Fuck it“ zu dem Versuch fit zu werden, und sehen stattdessen fern.
– Wir sagen „Fuck it“ dazu, nett zu Leuten zu sein, die wir nicht mögen, und ignorieren sie stattdessen.
– Wir sagen „Fuck it“ dazu, immer auf die Minute pünktlich zur Arbeit zu kommen, und versuchen stattdessen, es später werden zu lassen.
– Wir sagen „Fuck it“ zum Saubermachen und lassen stattdessen eine Putzfrau kommen.
– Wir sagen „Fuck it“ zu Gott und verehren stattdessen den Teufel.

Wir kochen also endlich unser eigenes Süppchen. Aus welchen Gründen auch immer – wir halten uns selbst davon ab, viele Dinge zu tun, die wir eigentlich gerne täten, weil wir denken, wir sollten sie besser nicht tun. Gerade in diesem Moment sagen Menschen „Fuck it“ und:

– gehen endlich zu dem Menschen der ihnen gefällt und sagen ihm was sie fühlen
– geben ihren Job auf, von dem sie genug haben, um die Welt zu bereisen
– sagen einem Freund oder Familienmitglied ihre Meinung
– machen zum ersten mal in ihrem Arbeitsleben krank
– schauen in den Kleiderschrank der Ehefrau, um das hübsche Cocktailkleid anzuprobieren
– sprechen laut in Bibliotheken
– essen einen ganzen Schokoladenkuchen
– zeigen einem anderen Fahrer einen Mittelfinger, um dann schnell davonzufahren
– liegen im Gras und schauen stundenlang in den Himmel

Denn das ist Freiheit!

Aber bevor ihr jetzt alle Schokoladenkuchen essend, wie wild durch die Gegend fahrt und Eure Jobs kündigt, legt Euch erst mal das Buch zu. Es ist auf jeden Fall sehr amüsant und trägt eine außerordentliche Leichtigkeit in sich!

Redaktion

Die Redaktion Make Yourself Move ist ein Onlinemagazin für Yoga, Meditation, Inspiration, Reisen und all die schönen Dinge im Leben, die uns wieder näher zu uns selbst bringen. Seit 2011 berichten wir über Yoga in allen Varianten, Spiritualität, Astrologie und Ernährung. Ein bunter Mix aus Interviews, Reportagen und Erlebnisberichten, die sich bodenständig, weltoffen und voller Leichtigkeit lesen lassen und auch gerne mal in der Tiefe berühren.

F: mindstyle.magazin W: www.makeyourselfmove.de

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