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Ayurveda im Parkschlösschen Traben-Trarbach.

Copyright Ayurveda Parkschlösschen

Ayurveda im Parkschlösschen Traben-Trarbach.


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Seit 25 Jahren ist das Ayurveda Parkschlösschen Inbegriff für medizinische und traditionelle Ayurveda Kuren. Es ist das einzige mit 5 Sternen ausgezeichnete Ayurveda Hotel in Europa, das die dazugehörige Philosophie ganzheitlich und ausschließlich umsetzt. Sowohl Kurprogramme, Behandlungen als auch die Therapien basieren alle auf den jahrtausende alten Prinzipien der ayurvedischen Heilkunst. Alle Ärzte, Therapeuten und Köche vor Ort – handeln nach dem ganzheitlichen Wissen. Der Schwerpunkt des Parkschlösschens ist die ayurvedische Entgiftungskur (Panchakarma). Spezialprogramme zur Stressreduktion, für Gelenks- und Rückenprobleme, Gewichtsreduktion oder eine kurze ayurvedische Auszeit ergänzen das Angebot. Im Parkschlösschen, im Jugendstil-Ort Traben-Trarbach an der Mosel, wird das ureigene Gleichgewicht des Menschen wieder hergestellt – mit Hilfe der ganzheitlichen, ayurvedischen Heilkunde. Erfahrene Ayurveda-Ärzte mit teilweise schulmedizinischem Hintergrund gewährleisten eine intensive und individuelle Betreuung des Gastes und erfüllen so den hohen medizinischen Anspruch des Hauses.

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Seit meiner ersten Ayurveda Kur vor fast 10 Jahren bin ich Fan an vorderster Front! Ich hatte das große Glück bis jetzt mehrmals in Indien eine Panchakarma Kur machen zu dürfen, diesen März einen Monat in einem Ayurveda Resort in Sri Lanka zu verbringen, und vor zwei Wochenen der Einladung des Ayurveda-Parkschlösschens nachzugehen und dort ein paar Tage zu verweilen. Da ich immer wieder nach Empfehlungen gefragt werde, teile ich heute mein gesammeltes Wissen bzw. die dazugehörigen Erfahrungen mit euch.

Anreise: Ich war bis jetzt immer zwischen 15-20 Stunden unterwegs, um nach Indien oder Sri Lanka zu kommen (die reine Flugzeit liegt bei ca 10Stunden). Da ich meist über spezielle Reiseanbieter gebucht habe, war der Flug im Gesamtpreis inklusive. Möchtest du die Reise selbst organisieren liegt der Preis ein paar Monate vorher ungefähr bei 600 Euro. Von Hamburg aus habe ich fast 8 Stunden mit dem Zug nach Traben-Trarbach gebraucht und 120 Euro für das Ticket (Hin-und Rückfahrt) 2.Klasse gezahlt. Der Klimawandel dankt es dir natürlich, wenn du statt des Fliegers in den Zug steigst, dein Portemanaie auch. Allerdings sind 8 Stunden Zugfahrt meiner Meinung nach auch nicht zu unterschätzen. Die Zeitverschiebung und der dazugehörige Jetlag fallen bei einer Reise nach Rheinland-Pfalz glücklicherweise weg.

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Buchung: Die wichtigste Frage, die du dir vor der Buchung stellen solltest ist, warum du überhaupt eine Kur machen möchtest? Hast du Lust auf einen Urlaub mit Wellness-Faktor oder bringst du tiefliegendere Themen wie z.B. Rheuma, Burnout oder Depressionen mit? Ich finde es überhaupt nicht verwerflich eine Light-Variante daraus zu machen, aber es entscheidet letztendlich auch, ob und wie zufrieden du wieder nach Hause kommst. Meine Empfehlung: Spüre in dich hinein was du brauchst und suche dir dann einen Reiseanbieter der sich auf Yoga- und Ayurvedareisen spezialisiert hat. Am besten auch ein Unternehmen, was nicht 300 Hotels/Reisen im Portfolio hat, das kann nichts sein. Lasse dich persönlich beraten oder frage der Bezugsperson am Telefon Löcher in den Bauch. Auch einfach nur nach Bewertungen auf den üblichen Portalen zu gehen bringt meiner Meinung nach überhaupt nichts, da einfach zu viele gefakte Aussagen durch das Netz schwirren. Das Parkschlösschen bietet nur medizinische Ayurveda Kuren an, setzt auf persönliche Beratung und ist auch auf keinem Reiseportal gelistet. Eine starke Entscheidung, die sich positiv auf einen Aufenthalt auswirkt.

Wetter und Umgebung: Die beste Zeit für eine Kur in Indien oder Sri Lanka ist meiner Meinung nach zwischen Oktober und März. Erstens konnte ich so immer dem schlechten Wetter in Deutschland entfliehen, zweitens war es im Januar/Februar oft ein seelisches und körperliches Kräftetanken nach dem Jahr und speziell den Weihnachtsfeiertagen. Toll ist es natürlich, wenn man von 30 Grad, strahlendem Sonnenschein und einem azurblauen Meer empfangen wird. Auf der anderen Seite ist die Temperaturumstellung in Kombination mit der Luftfeuchtigkeit und dem Jetlag nicht zu unterschätzen. Bei tiefliegenderen Beschwerden solltest du während deiner Kur sowieso nicht in der Sonne brutzeln oder im Meer schwimmen, sondern in erster Linie zur Ruhe kommen. Ich persönlich würde keinen Aufenthalt außerhalb der Saison empfehlen, weil die Luftfeuchtigkeit ins unermessliche steigt und es durchaus sein kann, dass du die ganze Zeit nur Dauerregen hast. In Traben-Trarbach war ich Mitte Mai, hatte leider Pech mit dem Wetter und fast drei Tage lang nur Regen. Dennoch ist der darumliegende Park ein Traum und lädt zum Relaxen oder Spazieren ein. Außerdem gibt es in diesem Sommer eine Panchakarma Kur, die speziell auf die warmen Sommertage abgestimmt ist. Hier ist man definitiv flexibler, was Bedurfnisse und Wünsche der Gäste angeht.

Ayurveda ist ewig, ohne Anfang und Ende, denn die Gestze des Lebens sind von universeller Natur und ihre Eigenschaften zeitlos.

Transparenz und Kommunikation: Die Mentalität und das Verständnis für Kommunikation sind in Indien und Sri Lanka definitiv anders als bei uns Europäern, diese Erfahrung durfte ich immer wieder auf unterschiedlichsten Ebenen während meiner Aufenthalte machen. Deutsch sprechen die wenigsten Angestellten in den Resorts, aber auch das Englisch ist oft wenig verständlich und trägt selten zu einem Sprachfluss oder Klärung von Problemen bei. Man darf sich hier darüber im klaren sein, dass oft sehr viel Eigeninitiative notwenig ist, um seine Bedürfnisse durchzusetzen. Es werden wenig bis gar keine Fragen zum Ayurveda an sich beantwortet und auch die Konsultationen bei den Ärzten kann durchaus ein Ratespiel werden, wenn man nicht kommunikativ am Ball bleibt. Für Leute, die vielleicht mit einer Depression oder einem Erschöpfungszustand anreisen finde ich das eher schwierig und habe da auch oft eine Mischung aus Unzufriedenheit und Hilflosigkeit beobachtet. Im Ayurveda Parkschlösschen ist diese Sprachbarriere nicht gegeben, da auch die indischen Ärzte fliessend Deutsch sprechen. Auf Transparenz und Information wird ein besonderes Augenmerk gelegt. Es gibt sowohl für jeden neu angereisten Gast einen Einführungsvortrag als auch jeden Abend thematisch passende Angebote rund um die Lehre des Ayurveda. Besonders toll fand ich den ayurvedischen Kochkurs: Mit 10 Leuten haben wir ein ayurvedisch-veganes Menu gekocht, gegessen und jede Menge Tipps vom Koch bekommen. Daraus konnte ich persönlich nochmal unglaublich viel an Wissen mitnehmen und habe die Zeit mit der Gruppe sehr genossen.

Behandlungen und Yoga: In Indien gab es eine Trennung nach Geschlechtern und man hatte durchgängig (viellecht bis auf 1-2 Tage) die gleiche Therapeutin und auch jeden Tag zur gleichen Uhrzeit die Behandlung – mein Lieblingsszenario. Bei solch einer intensiven Kur möchte ich persönlich nur von einer Frau behandelt werden und habe auch in den 2-3 Wochen eine intensive Beziehung und Vertrauen aufgebaut. Ich hatte das Gefühl, das sie meinen Körper nach ein paar Tagen richtig gut kannte und sehr gut auf mich eingegangen ist. Insgesamt war die Stimmung immer sehr herzlich und vertraut. Das Yoga fand jeden Morgen auf einem Plateau mit Blick aufs Meer statt, der indische Yogalehrer brachte sowohl den Spirit mit und konnte aber auch sehr gut auf die bunt gemischte Gruppe eingehen. In Sri Lanka hingegen haben auch Männer die Ganzkörpermassagen durchgeführt, was für mich nicht in Frage kommen würde und bei vielen weiblichen Gästen zu Irritation und Unwohlsein geführt hat. Jeden Tag haben sowohl die Therapeuten als auch die Uhrzeiten gewechselt, was ich etwas chaotisch und unübersichtlich fand. In Traben-Trarbach ist das gesamte Kellergeschoss zu einem wunderbar ruhigen Behandlungsbereich ausgebaut, auch hier wird nach Geschlechtern getrennt. Hier wechseln spwohl die Therapeuten täglich bei den Behandlungen als auch die Uhrzeiten, was ich genau wie in Sri Lanka etwas verwirrend fand und eine gewisse Unruhe mit sich gebracht hat. Die Therapeuten sind unglaublich gut ausgebildet und nach einer längeren Behandlung wurde ich ein einen sehr schönen Ruheraum mit einem frisch bezogenen weißem Bett und angrenzender Dusche geführt. So ähnlich auch beim Yoga: Es gibt zwei Yogakurse pro Tag, einen dynamischen am Morgen, einen ruhigeren am Abend. Beide finden im eigens dafür eingerichteten Yogaraum im Dachgeschoss statt, der superschön ist. Die Lehrerin des einen Kurses, den ich besucht habe, war unglaublich gut ausgebildet und hat uns mit viel tollem Fachwissen versorgt, mir hat der Yoga-Spirit leider etwas gefehlt.

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Essen: Ein weiteres Herzstück ist definitiv das Essen und auch in diesem Bereich habe ich unterschiedlichste Erfahrungen gemacht! In Indien gab es ein sehr großes, leckeres Buffet. Es war zwar an allen Speisen eine Info über die Doshas (Kapha, Pitta, Vata) angebracht, jedoch konnte jeder Gast letztendlich das Essen, was und wieviel er wollte, Fleisch (Fisch und Huhn) inklusive. Am Abend konnte man sich auch ein Glas Wein bestellen und ich meine mich sogar an den Verkauf von Zigaretten an der Rezeption des Resorts erinnern zu können. Alles Komponenten, die bei einem medizinischen Ayurveda ein „No-Go“ sind. Auch in Sri Lanka gab es ein Buffet mit Fleisch für alle und es wurde nie darauf geachtet, wer welche Speisen zu sich nimmt. Da es auch ein Haus für „normale“ Tagesgäste war, konnte man rein theoretisch auch ein Frühstück bestehend aus Toast, Marmelade, Eiern und Kaffee bestellen. Auch eher etwas ungünstig in meinen Augen. Hier liegt das Ayurveda Parkschlösschen weit vorne! Das Essen ist nicht nur exquisit, sondern auch mit Liebe gekocht und vegan.Die Portionen sind ayurvedisch, besonders schön angerichtet und es geht immer mit dem Dessert los. Ein wirkliches Highlight meines Zeit in Traben-Trarbach, kann ich nicht anders sagen. Auch die Versorgung mit warmen, ayurvedischem Wasser ist hier top! Auf jedem Zimmer werden 1xpro Tag die Kannen ausgewechselt und man kann gar nicht anders, als seinen Körper mit ausreichend Flüssigkeit zu versorgen, was auch ein wichtiger Teil der Kur ist.

Preise: Sowohl in Indien als auch in Sri Lanka liegen die Kosten für eine zweiwöchige Panchakarmakur inklusive Flug bei ungefähr 2.300 Euro in den Häusern, wo ich zu Gast war. In Traben-Trarbach bezahlt man für neun Tage Kur ungefähr 5.000 Euro. Fairerweise muss ich sagen, dass keines der Häuser in Indien oder Sri Lanka fünf Sterne hatte, wie das Parkschlösschen. Denn es gibt auch dort Luxusresorts, die in der gleichen Preisklasse liegen, wenn nicht noch teurer sind.

Fazit: Ich wollte aufzeigen, dass viele unterschiedliche Komponenten gibt, die man vor einem Ayurveda Urlaub beachten sollte. Jeder Reisende hat seine Bedürfnisse und einen anderen Gesundheitszustand, das gilt es zu beachten. Geht vor einer Buchung in euch und fragt euch ganz genau, was ihr gerade braucht und was ihr euch wünscht, dann kann auch nichts schief gehen!

Bildquelle/Copyright: Ayurveda Parkschlösschen

Vielen Dank für die Einladung!

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Redakteurin MYM Ehemals Stylistin, PR-Beraterin und Vogue Redakteurin in New York, heute reisebegeistert, Yogini und Boxerin auf der Suche nach der Balance zwischen Om und Rock 'n' Roll! Hier gibt es jede Woche Interviews, Reiseberichte und die köstlichsten Gerichte, die man sich vorstellen kann.

F: mindstyle.magazin W: www.makeyourselfmove.de

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