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Padma: Tibetische Rezepturen aus der Schweiz.

Stimmung_Kräuter© PADMA AG -Schweiz_2016_Fotograf Hans Schubert Wien

Tibetische Medizin ist nach Ayurveda und Traditioneller Chinesischer Medizin die dritte östliche Heilrichtung, die gerade in Europa Fuß fasst. Während Ayurveda seinen Zugang über den Geist findet und die Traditionelle Chinesische Medizin als duales System den Körper mit Reflextherapie und Akupunktur in Fluss bringt, kümmert sich die tibetische Medizin vor allem um die Psyche und um den feinstofflichen Aspekt des Menschen. Die Firma Padma aus der Schweiz stellt Pflanzen-Gemische nach tibetischen Rezepturen her. Und das auf so einem hohen Niveau, dass selbst der Dalai Lama vom »Weltkulturerbe Tibetische Medizin« spricht, und auf Reisen in Europa immer ein paar Pillen und Kräuterpulver dabei hat.

Doch was genau steckt hinter der Traditionellen Tibetischen Medizin?
Die TTM ist kein spirituelles, sondern ein medizinisches System, das man in Tibet an Universitäten studiert. Es hat einen ganzheitlichen Ansatz, das heißt, es wird nicht nur ein Symptom wie Husten behandelt, sondern der Mensch als Ganzes gesehen. Grundlage ist die Konstitutionslehre gemäß der drei Körperenergien Wind (Lung), Galle (Tripa) und Schleim (Päken). Sie ist die Lehre der fünf Elemente: Erde, Wasser, Feuer, Wind und Raum, über die der Mensch in Kontakt mit der Welt und dem Universum steht und sowohl die Vitalität des Geistes als auch des Körpers beeinflusst werden kann. Die Tibetische Konstitutionslehre strebt – wie alle östlichen Heilmethoden – das innere Gleichgewicht der Kräfte im Körper an.

Jeder Mensch trägt drei Energien in sich!
Die TTM ist der Auffassung, dass jeder Mensch von Geburt an die drei Energien in sich hat, dass sie in einem individuellen Verhältnis stehen – aber eine Energie meist stärker ausgeprägt ist. Der Mensch hat also konstitutionelle Stärken und Schwächen. Kommt diese individuelle Zusammenstellung aus dem Lot, entstehen Krankheiten. Die Ursache für solche Ungleichgewichte liegt aus Tibetischer Sicht in der „Unwissenheit“ des Individuums. Sie bewirkt eine Illusion der Trennung des Menschen von seiner Umwelt. Mit der Wahrnehmung von „Ich“ und „Mein“ entstehen die zentralen drei „Geistesgifte“: Hass, Ignoranz und Gier. Sie sind die unmittelbare Ursache für ein Ungleichgewicht von Lung, Tripa und Beken. Beeinflusst werden sie auch von äusseren Faktoren, wie dem individuellen Verhalten, der Ernährung, Umwelteinflüssen und klimatischen Bedingungen. So vermehrt sich z.B. an einem kalten und windigen Ort das Lung im Körper. Tripa sammelt sich an trockenen und heissen Orten an, und in feuchten, schwülen oder kalten Regionen vermehrt sich das Beken-Prinzip. Das Ziel der Tibetischen Konstitutionslehre ist es, alle drei Körperprinzipien im Gleichgewicht zu halten.

Bestimmung des eigenen Konstitutionstypen:
Die Tibetische Konstitutionslehre rät zu einer Verhaltens- und Lebensstiländerung, wenn die drei Körperenergien aus dem Gleichgewicht geraten sind. Um dies präzise abzuklären, stehen zuerst Fragen nach dem Verhalten und der Ernährung im Vordergrund. Eine mögliche Verhaltensanpassung oder Ernährungsänderung kann hier oft schon Wunder bewirken. Experten auf dem Gebiet der Tibetischen Konstitutionslehre beherrschen das Erfühlen des Pulses. Sie gilt als die wichtigste Methode der Typbestimmung in der Tibetischen Konstitutionslehre. Ertastet werden dabei eine Anzahl von unterschiedlichen Schlagqualitäten, welche wie die Wellen des Meeres unterschiedlichste Gestalten und Ausprägungen annehmen können.An den verschiedenen Pulsarten kann so festgestellt werden, welche der drei Körperprinzipien im Ungleichgewicht sind. Um die zahlreichen Pulswellen unterscheiden und darauf basierend eine Einschätzung abgeben zu können, benötigt ein „Meister“ der Tibetischen Konstitutionslehre viel Übung durch jahrelange Erfahrung und eine entsprechende Ausbildung.

Energie-Ungleichgewichte:
Nach dem Verständnis der Tibetischen Konstitutionslehre sind viele Energie-Ungleichgewichte auf falsche Ernährung und Lebensgewohnheiten zurückzuführen. Eine Anpassung hin zu optimalen Bedingungen ist deshalb ein erster zielführender Schritt. In der Folge sind aus der Tibetischen Konstitutionslehre weitere Methoden bekannt, um Energie-Ungleichgewichten zu begegnen. Zu den äusseren Methoden gehören unter anderem Moxibustion. Dies ist eine Wärmebehandlung der Meridianpunkte, um den Energiefluss in Gang zu bringen und Blockaden zu lösen. Ausserdem stehen verschiedene Formen der Massage, Kompressen wie Horme sowie Dampfbäder zur Auswahl. Horme sind z.B. mit Kreuzkümmel und Muskatnuss gefüllte Stoff-Säckchen, die in warmem Sesam-Öl erwärmt und auf bestimmte Energiepunkte des Körpers aufgelegt werden. Die Wärmezufuhr durch Horme im Bauchbereich hilft, ein schwaches Verdauungsfeuer (medrod) anzukurbeln.

Diese natürlichen Rezepturen von PADMA sind das Herzstück der Tibetischen Konstitutionslehre. Mit ihrer Hilfe können sanfte Energie-Impulse im Körper und Geist ausgelöst werden, um so das Energie-Gleichgewicht wiederherzustellen. Sie werden aus pflanzlichen und mineralischen Bestandteilen zusammengesetzt, sind laktosefrei, glutenfrei und für Veganer und Diabetiker geeignet. Die sechs unterschiedlichen Produkte kosten jeweils 28,95Euro und sind im Onlineshop zu finden.

Fotocredit: Hans Schubert

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undine
Undine Piepke
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Redakteurin MYM Ehemals Stylistin, PR-Beraterin und Vogue Redakteurin in New York, heute reisebegeistert, Yogini und Boxerin auf der Suche nach der Balance zwischen Om und Rock 'n' Roll! Hier gibt es jede Woche Interviews, Reiseberichte und die köstlichsten Gerichte, die man sich vorstellen kann.

F: mindstyle.magazin W: www.makeyourselfmove.de

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