/ DIARY /

Die Sache mit den Fotos.

Ein großes Hobby der Inder ist es, Fotos von sich und Touristen zu machen. Klar, alles, was anders ist, ist interessant. Das geht teilweise so weit, dass man sich – hat man sich mal darauf eingelassen – von einer ganzen Traube von Menschen umringt sieht, die Fotos mit dir machen möchten. Klingt komisch? Fühlt sich auch komisch an, da ich mir dabei auch alles andere als ein Rockstar, eher wie ein Objekt im Zoo vorkomme. Also bin ich dazu übergegangen, keine Fotos mehr mit mir machen zu lassen. So saß ich gestern auch am Ganges, schaute mich ein bisschen um und konnte dabei ein blondes Mädel beobachten, dass genau auf diese Nummer reingefallen war. Kaum hatte sie einem Foto zugestimmt, kamen auch schon gefühlt zwanzig Weitere mit ihren Kameras. Ich musste grinsen und kam mir verdammt indienerfahren vor, wie ich so da saß, “die Neue” beobachtete und die nächste Fotoannäherung gekonnt abwehrte, die da schon auf mich zusteuerte.

Etwas später am Tag hatte ich die Gelegenheit, junge Mädels dabei zu beobachten, wie sie in ihren traditionellen, indischen Kleidern im Ganges badeten und sich dabei mit Wasser bespritzten. Super schön, super exotisch, super anders eben. Klaro, ich zückte die Kamera, um ein Foto zu machen. Gerade ließ ich die Kamera sinken, als zwei Jugendiche auf mich zukamen um ein Foto zu machen. Natürlich wehrte ich ab, allerdings fing etwas in mir an, zu arbeiten. Ich mache hier ungefragt Bilder von wildfremden Mädels und bin mir selbst aber zu schade, Fotos von mir machen zu lassen. Irgendwie fühlte ich mich ertappt. Natürlich muss man hier Unterschiede machen. Wenn zwei junge Typen auf dich zu kommen, weißt du nie welche Story sie zu dem Foto erzählen. Mit dieser Begründung wurde ich zumindest mal in dem Zusammenhang davor gewarnt, für Fotos zur Verfügung zu stehen. Als ein bisschen später allerdings eine kleine Familie um ein Foto bat, habe ich sehr gerne zugestimmt. So habe ich auch noch eine nette Erinnerung an diese Form des interkulturellen Austausches!

Steffi Sarges

PR Beraterin & Yogalehrerin Ihr Lebensmotto “Don´t forget to play” kam bei all der Arbeit in den letzten Jahren etwas zu kurz. Darum hat sich Stefanie für 2014 dazu entschieden, wieder mit dem "Spielen" zu beginnen, tief durchzuatmen und das Jahr ihrer größten Leidenschaft zu widmen - dem Yoga. Während ihrer Reise durch Indien wird sie eine zweite Ausbildung machen, um sich danach vom roten Yogafaden leiten zu lassen - durch das Land und zu sich selbst. Von ihren Erfahrungen wird sie hier regelmäßig berichten.

F: Stefanie.Sarges W: instagram.com/stevexs

2 Kommentare auf “Die Sache mit den Fotos.
  1. Katja Hoppe sagt:

    du bist und bleibst ein topmodel!

    liebe grüße vom rödi und pass auf dich auf.

  2. Steffi sagt:

    Das mach‘ ich und DANKE!! Ganz liebe Grüße zurück an den Rödi <3

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