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Interview mit Cat Alip – Douglas.

Interview mit Cat Alip – Douglas.

Von den hölzernen Dielen des Condé Nast Verlages zu denen im Yogaraum, so oder so ähnlich könnte man den Werdegang der ehemaligen Journalistin Cat Alip-Douglas auf dem Weg zur Yogalehrerin ausdrücken. Sie tauschte nicht nur ihre Manolo Blahniks gegen nackte Füße, sondern auch ein Fashionista Leben in New York gegen das Spirituelle einer Jivamukti Lehrerin in London. Wie es dazu kam und wieso sie ihrem Ex-Freund mittlerweile besonders dankbar ist, lest ihr im folgenden Interview mit ihr!

Bitte stelle Dich vor! Wer bist du und was machst Du?
Hmmm, das geht ja schon mit einer lustigen Frage los…I am THAT, not cat…das bin ich und es ist auch gleichzeitig der Name meiner Website. Das beantwortet deine Frage dann auch gleich auf eine sehr yogische Art und Weise!

Du bist gerade in München – Was machst du dort? Und wie sähe der gleiche Tag bei Dir aus, wenn er in London stattfinden würde?
Im Moment sitze ich in meinem Hotelzimmer in München, versuche deine Fragen so gut es geht zu beantworten und damit die nächsten Entschuldigungsemail zu vermeiden, in der ich erkläre, warum ich es schon wieder nicht geschafft habe mich mit deinem Interview zu beschäftigen. Ansonsten leite ich hier einen Yoga Workshop. Ein Tag in London bestünde darin, Yoga Übende, Yoga Lehrerin, Yoga Ehefrau und Yoga Co Direktor einer Jivamukti Schule in London an der Seite meines Mannes Phil zu sein.

Wie sieht dein typischer Tagesablauf bei dir aus?
Mein Tagesablauf besteht darin, die Routine zu vermeiden und achtsam zu sein! Zu unterscheiden, welche Abläufe und Dinge in einem festen Rahmen und einer gewissen Ordnung geschehen müssen und welche schlechten Gewohnheiten abgelegt oder eingeschränkt werden müssen oder können. Zum Beispiel mein aktuelles Laster jeden Morgen zuerst meinen Facebook Account und die ganzen Nachrichten zu checken. Das mache ich noch im Halbschlaf, bevor ich überhaupt dankbar sein konnte überhaupt aufgewacht zu sein und das Licht der Welt zu erblicken – schrecklich. Eine überaus wunderbare Routine ist das Reisen, auch wenn sie nicht jeden Tag stattfindet!

Wie bist du zum Yoga gekommen?
Yoga kam zu mir, als ich es ganz dringend brauchte! Ich habe mir immer gewünscht einen Vorzeigelebenslauf zu haben, wo so etwas drinsteht wie: „Cat war seit jüngsten Jahren eine eine professionelle Tänzerin und Turnerin, extrem biegsam und mit einer immer schon vorhandenen Verbindung zu ihrem Körper!“ Stattdessen begann meine Yoga Karriere ganz normal, wie bei tausend anderen Menschen auch, die ihrem Leben eine Wendung geben möchten. Ich war ein Material Girl in a Material World! Ich möchte natürlich nicht Madonna dafür verantwortlich machen und auch sonst keinen, das war aber eben mein Weg, der mich zum Yoga geführt hat. Man könnte auch sagen ich fühlte mich irgendwann leer, müde und ausgebrannt von meinem Leben und brauchte eine Erinnerung daran, dass ich der Steuermann des Ganzen bin, wer auch sonst? Diese Erinnerung bekam ich in Form einer großen Veränderung meines Lebens. In einer ständigen Veränderung zu sein ist von einer unglaublich aufrichtigen Schönheit, es zeigt, daß wir bereit sind mit dem Leben zu fliessen!

Wie kamst du auf die Idee Yogalehrerin zu werden und was hast Du davor gemacht?
Es war in 2003, nach ein paar Jahren Yoga und nachdem 9/11 die Menschen gezwungen hatte darüber nachzudenken, was sie sich und ihr Leben ihnen wert war. Ich war eine von diesen Menschen, da ich zu dieser Zeit in New York lebte und für das „Shopping Magazine“ bei Conde Nast arbeitete. Ich liebte das Business und natürlich auch meinen Job, aber irgendwann verblasste diese Liebe irgendwann und es wurde mental mehr und mehr anstrengend, emotional aufreibend….eine schlechte Kombination. Ich lebte nicht mehr, es war alles zu einer Routine geworden. Das Leben in New York ist einfach viel zu schnell, es ist die Stadt, die niemals schläft. So fühlte ich mich auch irgendwann. Mein damaliger Freund fragte mich, was ich anstelle des Jobs beim Magazin machen möchte? So kam ein Stein ins Rollen, denn ich begann einen neuen Weg zu gehen und jetzt bin ich hier. Danke, mein Ex!

Du unterrichtest Jivamukti Yoga – was ist das genau?
Jivamukti ist eine Yoga Methode, die von meinen beiden Lehrern David Life und Sharon Gannon kreiert wurde. Zwei brilliante und liebenswürdige Menschen, die ihr Leben dem Yoga und dem Yoga lehren verschrieben haben. Sie sind Tierschutz – Aktivisten, spirituelle Lehrer und passionierte Veganer, die andere Menschen dazu inspirieren sich und ihren Planeten zu lieben und mit dieser Liebe Dinge zum Positiven zu verändern. Sie sind zwei der mutigsten Menschen, die ich in meinem Leben kennenlernen durfte! Jivamukti entstand aus Liebe und Mut!

Du hast sehr viele Tatoos. Wie lange hat es gebraucht und welche Bedeutung haben sie?
Ich war schon etwas älter als ich mit den Tatoos begann – all das war ein Prozess, der zehn Jahre gedauert hat, bzw ist es noch ein andauernder Prozess! Ich finde meine Tatoos wunderschön, sie sind mein Leben, zeigen, dass ich eine gewisse Verantwortung für mich und mein Leben trage.

Was war ein besonderer Moment mit deinen Yoga Schülern?
Uns zusammen atmen zu sehen und zu fühlen als ein Leben als ein geschlossener Organismus. Und die offensichtliche Verbindung zwischen uns zu fühlen von der Yoga Lehrer und Hippies immer sprechen.

Welche ist deine Lieblings Asana und warum?
Gibt es nicht. Ich hoffe, Du nimmst die Antwort nicht zu persönlich, aber genau das ist es woran ich arbeite und diese Frage und darüber nachzudenken, bewegt mich wieder weiter weg davon das zu werden, was ich sein möchte.

Hast du einen Leitspruch oder ein Mantra?
Yogash chitta vritti (Im Zustand des Yoga sind alle Trübungen, die im Wandelbaren des Menschen bestehen können, aufgelöst) aus den Yoga Sutras von Patanjali. Es ist auch auf meine Unterarme tätowiert. Und: I AM THAT.

Redaktion

Die Redaktion Make Yourself Move ist ein Onlinemagazin für Yoga, Meditation, Inspiration, Reisen und all die schönen Dinge im Leben, die uns wieder näher zu uns selbst bringen. Seit 2011 berichten wir über Yoga in allen Varianten, Spiritualität, Astrologie und Ernährung. Ein bunter Mix aus Interviews, Reportagen und Erlebnisberichten, die sich bodenständig, weltoffen und voller Leichtigkeit lesen lassen und auch gerne mal in der Tiefe berühren.

F: mindstyle.magazin W: www.makeyourselfmove.de

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