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Bridging Tag 3: Hingabe an das Dasein.

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Nach den ganzen Beschäftigungsmanövern in meinem Kopf rund um die erbärmlichen Bahnverbindung und Staus in NRW begann das Bridging für mich erst am Samstagmorgen. Wie immer begleitet mich auch diesmal eine Mischung aus Nervosität, Aufregung und Respekt vor dem noch Ungewissen. Der Ablauf dieser zwei Tage gestaltete sich jedoch fast wie immer: warm tanzen, in der Gruppe reden und sich austauschen, abgewechselt von Partnerübungen sowie unterschiedlichsten Atemreisen. Ungefähr genauso, wie ich es bei meinem ersten und zweiten Bridge into Life – Seminaren kennengelernt hatte, und doch irgendwie ganz anders.
Die Gruppe war diesmal sehr besonders, eine Konstellation von Leuten, wie ich sie vorher noch nicht erlebt hatte und die es mir viel einfacher machte mich zu öffnen. Dennoch kreisten gefühlt 1000 Fragen vor unserer ersten Meditation am Samstag in meinen Kopf. Wie genau soll ich mich denn nun hingeben? Was sollte ich anders machen als sonst? Was genau würde mich erwarten und vor allem: Wie gehe ich damit um? Die aufkommenden Ängste schob ich zunächst mit dem Vorsatz zu Seite, einfach kräftig zu atmen und sich den Rest ergeben zu lassen. Meine erste von einer Partnerin begleitete, im Liegen praktizierte Meditation begann und ich atmete….und atmete…und bewegte mich…und gab mich hin wie noch nie! Eine Stunde später fühlte ich mich wahnsinnig befreit und klopfte mir im Geiste auf die Schulter. War doch irgendwie gar nicht so schlimm in den dunklen, modrigen Keller der unverarbeiteten Emotionen hinabzusteigen. Innerlich triumphierend ließ ich den restlichen Tag an mir vorbeiziehen und sah mich auch schon den Sonntag mit links absolvieren.
Es kam dann aber wiedermal anders als gedacht und zwar Tornado-artig und ohne eine Vorwarnung. Als ich am nächsten Tag aufstand beschlich mich schon ein mulmiges Gefühl. Normalerweise war ich am letzten Tag der Seminarreihen immer in Höchststimmung, diesmal übermannten mich gefühlt alle negativen Emotionen dieser Welt. Da aber eine meiner Lieblingsmeditationen anstand, die ich schon etliche Male praktiziert hatte, fühlte ich mich zumindest für den Moment beruhigt und sicher. „Die wird mich schon runterbringen“, war mein letzter Gedanke bevor es losging. Und sie brachte mich runter, nämlich dorthin, wo ich geglaubt hatte einen Tag vorher Hingabe praktiziert zu haben. Hatte ich ja auch, aber leider nur im Kopf. Dementsprechend schwer fiel es mir auch loszulassen, die Kontrolle abzugeben….und mich wirklich mit jeder Faser hinzugeben. Ich wehrte mich so sehr dagegen, dass es weh tat: innerlich und äußerlich. Und da kam die Gruppe ins Spiel: das erste Mal erlebte ich am eigenen Leib, wie einen die Gruppenenergie tragen kann, wie wichtig sie ist und das sich mein Selbst entgegen meiner Annahme im ersten Seminar eben nicht alleine am besten entwickelt. Und die wichtigste Erkenntnis von allen: Hingabe lässt sich nicht planen und das ist auch gut so. Sie kommt dann, wenn man sie am wenigsten erwartet und sie ist auch schnell wieder weg, wenn man anfängt darüber nachzudenken und versucht sie zu kontrollieren. Genau deshalb wird die Hingabe auch nie aus der Mode kommen, nie „out“ sein oder ihren Glanz verlieren, und wenn wir es geschickt anstellen gleichzeitig auch bester Freund und emotionaler Ganzkörperspiegel in einem sein. Hingabe befreit.

Mein Dank gilt diesmal der besonderen Gruppe. Durch Eure Unterstüzung durfte ich wahre Hingabe erleben und mich neu entdecken.

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undine
Undine Piepke
undine

Redakteurin MYM Ehemals Stylistin, PR-Beraterin und Vogue Redakteurin in New York, heute reisebegeistert, Yogini und Boxerin auf der Suche nach der Balance zwischen Om und Rock 'n' Roll! Hier gibt es jede Woche Interviews, Reiseberichte und die köstlichsten Gerichte, die man sich vorstellen kann.

F: mindstyle.magazin W: www.makeyourselfmove.de


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