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Bridging Tag 1: Hingabe an das Dasein.

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Nach der Teilnahme an zwei Bridge into Life Wochenenden fühlte ich mich fast schon wie ein alter Hase, als Wolfgang und Heinz-Jürgen mich kürzlich zum vierten Teil der Seminarreihe einluden. Beim ersten Bridging im September letzten Jahres stand ich noch erschrocken und unbeholfen in meiner Wohlfühlecke, während es ein paar Monate später beim zweiten Modul schon ein paar Schritte vorwärts ging. Will heißen, ich hatte gerade 40 Tage am Stück meditiert und stand so immerhin ziemlich entspannt und tief atmend in meiner Wohlfühlecke. Vermeidung hat eben viele Gesichter, wie ich in den letzten Monaten gelernt habe und erschreckenderweise klappt sie mit der Unterstützung spiritueller Gadgets besonders gut. Als ich aber hörte, dass das Thema des letzten Bridgings „Hinhabe“ ist, war ich geradezu entzückt: Ich liebe dieses Wort! Welches würde sich als Oberthema mehr dazu eignen die Komfort-Zone zu verlassen und in das Sein einzutauchen? Keines! Wild entschlossen sagte ich zu und befragte erst einmal Google zu diesem Thema. Gibt man den Begriff „Hingabe“ in der Suchleiste ein, präsentiert einem das Internet fast eine Million Ergebnisse in 36 Sekunden und Yogawiki krönt das Ganze mit der besten Beschreibung:

„Hingabe ist eine Art Technik, an eine Aufgabe heranzugehen. Es geht dabei darum, etwas ganz im Hier und Jetzt zu tun – ohne, dass die Gedanken dabei abschweifen, wie das ja oft der Fall ist. Mit Hingabe ist man mit allen Körpern und Energien auf einen Punkt fokussiert. Dabei ist es ganz egal, was man gerade tut. Hingabe kann bei der Küchenarbeit genauso angewandt werden wie beim Kirtan-Singen oder bei einem meditativen Spaziergang. Wer sich in Hingabe übt, wird bemerken, dass viele quälende Gedanken bei ungeliebten Tätigkeiten ausbleiben – Gedanken wie: „Wann bin ich endlich damit fertig, wie belohne oder entschädige ich mich danach dafür?“ Es ist also eine Anwendung, die jeder im täglichen Leben sehr nutzbringend einsetzen kann. In der yogischen Tradition spricht man von einem ruhigen Geist. Der Praktizierende wird merken, dass ein gewisser quälender Zeitfaktor wegfällt, da man nur im Jetzt agiert und nicht in der Zukunft oder in der Vergangenheit. Dies wiederum geht mit einem Gefühl tiefer Zufriedenheit einher, welches man auch als „liebevoll“ bezeichnen kann. Eventuell kann man auch die Verbundenheit mit Allem spüren. Die Buddhisten nennen das Jederzeit-im-Hier-und-Jetzt-Sein ZEN.“

Großartig! Denn das konnte doch nur ein Zeichen für mich sein einen Titel bei der Hingabe-Olympiade zu ergattern – oder nicht? Und sich der Küchenarbeit mit Konzentration und einem Fokus zu begegnen, konnte mir auch nicht schaden. Einfacher ging es doch in der Praxis gar nicht! So wollte ich ab jetzt beginnen meinem Alltag und dem schmutzigen Geschirr mit viel Hingabe begegnen und vergaß dabei wiedermal, dass das Wissen in der Theorie, die Praxis leider um keinen Deut einfacher macht….

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undine
Undine Piepke
undine

Redakteurin MYM Ehemals Stylistin, PR-Beraterin und Vogue Redakteurin in New York, heute reisebegeistert, Yogini und Boxerin auf der Suche nach der Balance zwischen Om und Rock 'n' Roll! Hier gibt es jede Woche Interviews, Reiseberichte und die köstlichsten Gerichte, die man sich vorstellen kann.

F: mindstyle.magazin W: www.makeyourselfmove.de

2 Kommentare auf “Bridging Tag 1: Hingabe an das Dasein.
  1. Daniela sagt:

    HINGABE .. sich ans Leben hinzugeben, bedeuet für mich MIT dem Leben und den Energien zu sein – bewusst.

    Allzuoft sind wir (unbewusst) nicht mit – sondern dagegen, indem wir nicht annehmen …

    So schau ich eher darauf, MIT dem Leben zu sein und eben damit wie es sich mir offenbart, jeden Tag wieder, tagtäglich neu. So.

    Mit lieben Grüßen aus Tirols Bergen
    Daniela

    • admin admin sagt:

      Liebe Daniela, vielen Dank für den tollen Kommentar!
      Akzeptanz ist ganz wichtig, jeden Tag aufs Neue.
      Liebe Grüße aus dem Herzen Hamburgs
      Undine

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