/ DIARY /

Yoga Workshop Art&Nature Erfahrungsbericht: Heilung.

Als Großstädter ist man immer wieder aufgefordert sich auf die Suche nach seinen Freiräumen in der Natur zu machen. Enge, Hektik, Menschenmassen und ein überdurchschnittlich hoher Geräuschepegel hindern einen jedoch oft daran.Umso glücklicher bin ich als ich mich am Samstag Morgen in Steinfeld, einer kleinen Gemeinde zwischen Hamburg und Bremen wiederfinde. Die Sonne kommt gerade immer mehr in ihre Strahlkraft, es riecht nach Land und die einzigen Geräusche, die ich wahrnehme ist das Zwitschern der Vögel.
Das Thema des ersten Moduls der YogaArt and Nature-Serie ist Heilung. Und wenn ich das Internet nach einer Definition dieses Begriffes befrage, sagt es mir folgendes:

„Heilung bezeichnet den Prozess der Herstellung oder Wiederherstellung der körperlichen und seelischen Integrität aus einem Leiden oder einer Krankheit, oder die Überwindung einer Versehrtheit oder Verletzung durch Genesung. Während der Heilungsbegriff etymologisch eher durch ein Ganz-Werden bestimmt ist (siehe „Heil“), bezeichnet genesen (von griechisch neomai) ursprünglich ein Davongekommensein aus einer Gefahr. „


Doch was hat Heilung mit Kunst zu tun? Ganz einfach: Ein Künstler kümmert sich sorgfältig um seine Werkzeuge, seine Pinsel, seine Stifte – er wählt sie nicht nur sorgfältig aus, sondern pflegt sie auch regelmäßig. Und im besten Fall begegnen und kümmern wir uns auch um uns selbst: mit Liebe, Hingabe und einer Regelmäßigkeit. Tun wir dies, fühlen wir uns heil oder ganz und können somit auch fliessen und kreativ sein.
Dementsprechend starten wir auch mit einer Übungsreihe aus dem Kundalini-Yoga zum Thema Kreativität und dürfen uns parallel zu der Kriya schon mit Papier und Farbe auf die ersten Prozesse einlassen. In der anschließenden Vorstellungsrunde wird schnell klar, wie einfach es ist, sich im Alltag zu verlieren, dadurch die Verbindung von Körper und Seele zu unterbrechen und sich somit vielleicht nicht mehr ganz zu fühlen.
Nach dem Mittagessen geht es dann auch endlich raus in die Natur zum Breathwalk. Dabei handelt es sich um eine sanfte Trainingsmethode aus dem Kundalini Yoga. Es verbindet achtsames und einfaches Gehen mit rhythmischer und bewusster Atmung sowie meditativen Übungen im Freien. Die Technik des Breathwalk ist einfach – dennoch ist die Wirkung tiefgehend. Jeder Breathwalk hat fünf Phasen und ist auf ein klar definiertes Ziel ausgerichtet. So baut zum Beispiel ein Walk systematisch Energie auf, ein anderer Walk wandelt Ängste in Gelassenheit. Unser Walk führt uns zu einem nahegelegenen Waldstück und wird von den warmen Strahlen der Sonne und der Klarheit der frischen Luft begleitet. Eine ganz wunderbare Kombination, die es uns leicht macht, sich auf die abschließende, geführte Seelenreise einzulassen.
Der zweite Teil des Tages beginnt mit sogenannten Venuskriyas, Partnerübungen aus dem Kundaliniyoga, die sich durch eine Mischung aus Bewegung und Augenkontakt auszeichnen und uns auf die zweite Übungsreihe dieses Tages mit dem Titel: „Heal yourself now“ vorbereitet. Auch hier greifen wir zwischendurch immer wieder zu Farben und Stiften, um erlebtes zu Papier niederzubringen. Den Abschluß bildet eine Heilmeditation mit einem ausgewählten Partner und spätestens hier wird klar: Nur wer ganz ist, kann auch fließen, kann kreativ sein und in seine volle Schöpferkraft kommen!

Für das zweite Modul zum Thema „Gefühle“ am 23.März sind auch noch Plätze frei, bei Interesse findest du alle weiteren Informationen hier.

Fotocredit: Caleb Salmons via Unsplash.

undine
Undine Piepke
undine

Redakteurin MYM Ehemals Stylistin, PR-Beraterin und Vogue Redakteurin in New York, heute reisebegeistert, Yogini und Boxerin auf der Suche nach der Balance zwischen Om und Rock 'n' Roll! Hier gibt es jede Woche Interviews, Reiseberichte und die köstlichsten Gerichte, die man sich vorstellen kann.

F: mindstyle.magazin W: www.makeyourselfmove.de

Kommentar schreiben

E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*