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Digital Detox im Grand Hotel Kronenhof.

Grand Hotel Kronenhof_Aussenansicht Sommer_2

Digital Detox im Grand Hotel Kronenhof.

Digital Detox – was ist das? Man könnte von einer neuen Art des Fastens sprechen, von einer neuen Art Urlaub. Erholung ohne Handy und Co. Den Begriff haben Levi Felix und Brooke Dean 2012 in Kalifornien geprägt. Sie wollten sich und andere von der Online-Sucht heilen. In speziellen Erholungscamps im Herzen von Silicon Valley lernten die Teilnehmer, auf die eigenen Bedürfnisse zu achten, zur Ruhe zu kommen und durchzuatmen. Was vor ein paar Jahren lediglich in der High-Tech-Industrie gefragt war, entfaltet nun auch unter Normalsterblichen sein Potential: Analoge Ferien für gestresste Großstädter sind schwer im Trend! Da kommt die Einladung in die Schweiz genau richtig: Wenn im Bergdorf Pontresina die Natur ihre ganze Kraft entfaltet, bietet das Grand Hotel Kronenhof den perfekten Ort zum Entspannen und Energietanken. Wie schon im Vorjahr lädt es die Gäste ein, komplett auf elektronische Geräte zu verzichten und die freie Zeit für ausgedehnte Spa- und Sporteinheiten zu nutzen.

Kronenhof-Innenansicht

1.Tag:
Handys klingeln und vibrieren, lautstarke Telefonate werden geführt, Filme angeschaut und Musik gehört. Diese Geräuschkulisse gehört mittlerweile zum Großstadt-Alltag und strengt wahnsinnig an. So unterschiedlich wie wir Menschen sind, scheint auch unsere Auffassung von einem digitalen Leben in der Öffentlichkeit zu sein, stelle ich immer wieder fest. Hier am Hauptbahnhof in Hamburg beobachte ich kurz vor meiner Abfahrt noch einmal das rege Treiben: Es gibt kaum eine Person, die sich nicht mit ihrem iPhone oder am Laptop die Zeit vertreibt. Mir brummt der Kopf und die Vorfreude auf meine erste Reise in die Schweiz steigt. Knapp 1.000 Kilometer und ein paar Stunden später bin ich in Pontresina angekommen. Als Vorbereitung für mein digitales Entgiften habe ich mich schon beim Einsteigen in den Zug nicht mehr ins Internet eingeloggt, dafür die Hälfte meines neuen Buches verschlungen und die restliche Zeit aus dem Fenster geschaut, denn das lohnt sich im Engadin wirklich: Berge, Wälder und Tiere teilen sich hier ein malerisches Fleckchen Erde.
Der Empfang im Hotel ist unglaublich freundlich und ich fühle mich sofort wohl und angekommen. Im Rausch dieser Gefühle beschließe ich spontan nicht nur auf mein Handy, sondern auch auf den Fernseher zu verzichten. Wenn schon, denn schon. Kurz darauf geht auch schon mein Programm los: Ein 20-minütiges Detox-Salzbad umgibt mich mit wohliger Wärme und lässt mich das erste mal an diesem Tag durchatmen. Als ich schon denke, dass es schöner nicht mehr sein kann, werde ich zu einer 50-minüten Aktivital Massage abgeholt. Das stundenlange Sitzen in fast immer der gleichen Haltung an meinem Rechner entgeht auch der Therapeutin nicht, gekonnt bearbeitet sie meinen Schulter-Nacken Bereich sowie die Lendenwirbelsäule. Ein Genuss – ich fühle mich sogleich wie neu geboren!
Später am Abend geht es dann zum Abendessen ins Kulm Hotel in das circa 7 Kilometer entfernte St. Moritz. Zwischen einem unglaublich leckeren Quinoa Salat mit Pilzen und frischem Spinat, stelle ich erfreut fest, dass ich mein Handy noch kein einziges Mal vermisst habe!

Kronenhof-Natur

2.Tag:
Als am nächsten Morgen um 5 Uhr mein Wecker klingelt, bin ich relativ fit, denn ohne meinen obligatorischen Social Media Check vor dem zu Bett gehen, habe ich früh, ruhig und traumlos geschlafen. Gute Vorzeichen, denn um 6.30 Uhr treffe ich mich mit Susanne Staib, der Assistant Spa Managerin zu einer Wanderung an den Stazer See. Als wir eine Dreiviertelstunde später dort ankommen erwartet uns ein Naturschauspiel vom Feinsten: Der klare See umhüllt vom morgendlichen Nebel, im Hintergrund die aufgehende Sonne, die zwischen den mit Schnee bedeckten Bergspitzen hervorlugt – mehr geht einfach nicht. Still und staunend stehen wir einfach nur da und lassen dieses fast schon mystische Bild auf uns wirken. Auf dem Rückweg beobachten wir die zahlreichen Eichhörnchen: Hektisch springen sie von Baum zu Baum, um entweder Vorräte zu verstecken oder wiederzufinden. Und automatische bin ich an meinen Geist erinnert, der auch oft hektisch in der Vergangenheit weilt oder sich unermüdlich die Zukunft vorstellt. Für die Gegenwart reicht die Zeit oft einfach nicht aus.
Das Frühstück schmeckt danach mindestens doppelt so gut und zwischen Rührei, frischen Säften und noch warmen Brot stelle ich fest, dass man die Zeit ohne Handy auch sehr gut kulinarisch vertrödeln kann.
In der anschließenden Hausführung sehe ich völlig neue Ecken des Hotels: Hohe Räumlichkeiten treffen auf weiche Teppiche und viel Eleganz. Weite macht sich in meinem Körper breit – hier kann man es sich gutgehen lassen! Als ich kurze Zeit später zum Mittagessen auf einem roten Samtsofa in der Lobby Platz nehme, machen sich die ersten Anzeichen meines Handy-Entzugs breit: Kurz mal die Emails abrufen…vielleicht sind auch Nachrichten über WhatsApp reingekommen…ganz wichtige Dinge könnten mir entgehen…mein Geist wird kurz wieder zum hektischen Eichhörnchen, da kommt auch schon meine Verabredung zum Mittagessen, der Managing Director des Kronenhotels. Bei hausgemachter Kräuterlimonade und einem kleinen Snack erzählt er mir ein wenig von der Geschichte des Hauses und den teils internationalen Gästen. Inder, die hier ihre Hochzeiten feiern oder Japaner, die zum Abendessen im Kimono erscheinen sind hier keine Seltenheit. Ein prachtvolles Farbspiel aus bunten Stoffen, die auf den Neo-Barock in diesen Sälen treffen, tut sich vor meinem inneren Auge auf.
Beseelt von diesem farbenfrohen Gedanken mache ich mich auf den Weg in den Spa Bereich, wo ich zwischen meinen sehr entspannten Aufenthalten im Dampfbad sogar noch draußen in der Sonne liegen kann. Auch hier nutze ich die Zeit, um mir einfach nur das Bergpanorama anzuschauen und festzustellen, dass die Tage ohne Handy einfach viel langsamer und länger sind.
Meine haki purna Massage kurze Zeit später vollendet mein inneres Wohlgefühl: Bei diese Ganzkörper-Behandlung bringen speziell geschulten Mitarbeiter den Körper von der Fusssohle bis zum Kopf mit haki-Griffen wieder ins Gleichgewicht. Der kopflastige Mensch von heute, der viel am Schreibtisch sitzt oder der nach langen sportlichen oder beruflichen Herausforderungen muskulär verkürzt ist, wird durch diese Behandlung spürbar gedehnt und aktiviert. Energetisiert mache ich mich auf den Weg auf mein Zimmer, um mich auf das Abendessen im Grand Hotel vorzubereiten. Als ich später dort eintreffe, erwarten mich elegant eingedeckte Tische, ein leichtes Menü, was es auch in einer Vital-Variante gegeben hätte, wird serviert und ich bin wiedermal froh, dass es sich „nur“ um das Detoxen auf elektronischer Ebene handelt. Denn kulinarisch hätte ich diesen Entzug definitiv nicht verkraftet. Ich lausche noch ein wenig dem Piano Spieler und falle dann ins Bett. „Ohne Podcast, Film oder Fernsehn kommt man definitiv zu mehr Schlaf“ ist der letzte Gedanke, bevor ich müde in die Kissen sinke.

Die boomende Digitalisierung ist ein Symptom und eine Ursache für die zunehmende Entgrenzung zwischen Privatsphäre und Arbeit. Mobile Technologien dringen mittlerweile in alle Bereiche unseres Lebens ein. Das ist, was uns stresst und den Moment verpassen lässt!

Kronenhof-Kulinarik

3.Tag:
Ich wache auf und mache das gleiche wie jeden Morgen seitdem ich hier bin: Mindestens eine halbe Stunde aus dem Fenster schauen, denn der Ausblick gleicht mit seinen majestätischen Bergen und der Natur einer Fototapete. Die eigentlich anstehende SUP Stunde am St. Moritzer See habe ich abgesagt. Ein weiterer positiver Aspekt des Digital Detox: Raus aus dem Kopf, rein ins Fühlen. Und ich fühle mich heute eher nach einer Fahrt mit der Standseilbahn auf den 2453 Meter hohen Muottas Muragl, einem Ausflugsberg ganz in der Nähe des Hotels. Beste Entscheidung, wie ich oben angekommen feststelle. Ich bin dem Himmel noch ein Stückchen näher und on top gibt es noch einen weiten Ausblick über das Oberengadin mit der Engadiner Seenplatte. Und das alles in einem nordisch blau-weiß gestreiften Strandkorb sitzend – es lebe die Verschmelzung der Kulturen!
Zurück im Hotelzimmer klingelt mein Telefon, die Managerin des Spa-Bereiches bietet mir eine zweite Aktivital Massage anstatt der Pilates Stunde an. Ich sage freudig zu und jubiliere innerlich, schließlich hatte ich schon genug Aktivität für heute. Und spätestens jetzt stelle ich fest, dass ich vom Eichhörnchen zur Schnecke geworden bin – nicht das schlechteste Zeichen, wenn es um Entspannung geht!
Mit neu getankter Energie mache ich mich am Abend auf in das Restaurant Kronenstübli des Hauses. Hier trifft ein edel-rustikales Ambiente auf 16 GaultMillaut-Punkte und mich trifft unerwartet mein Entzug. Ich bin das erste mal alleine beim Essen und fühle mich nackt. Ohne Handy, ohne Begleitung erwischt es mich eiskalt und ich überlege kurz, ob ich zurück auf mein Zimmer gehe und mir mein Essen dorthin kommen lasse. Zum Glück trifft während dieser Überlegungen bereits meine Vorspeise ein, so dass meine Gedanken verstummen und ich erstmal schlemmen darf. Dennoch ist die Situation gewöhnungsbedürftig und ich erwische mich tatsächlich bei einem „Phantomgriff“ in meine Handtasche, wo sich natürlich keine elektronische Ablenkung auftut. Irgendwann zwischen Hauptgang und Pre-Dessert werde ich entspannter und stelle fest, dass ich viel langsamer gegessen habe als sonst. Das darf ruhig öfters der Fall sein, bemerke ich erfreut.

Kronenhof-Spa

4.Tag:
Die Gewissheit, dass heute mein letzter Tag angebrochen ist, lässt mich kurz panisch werden. Bin ich wirklich schon wieder bereit für den Großstadt-Stress? Ich geniesse ein letztes Frühstück, mache einen letzten Spaziergang in den naheliegenden Wald und den Ricola Kräutergarten, dann heisst es schon Abschied nehmen. „Ich könnte noch ein Woche“, denke ich wehmütig. In Zürich trinke ich ich einen Espresso und beschließe feierlich das erste Mal wieder mein Handy anzuschalten. Ich bekomme fast ein wenig Herzklopfen als ich sehe, wie noch und nöcher neue Emails abgerufen werden, rote Ziffern für ungesehene Beiträge auf den Social Media Kanälen hinweisen und sich WhatsApp sehr bestimmt bemerkbar macht. Nach einigen Minuten des Sichtens dann die Erkenntnis: Ich habe weder etwas verpasst, noch ist etwas passiert. Und Digital Detox? Immer wieder gerne!

Fakten:
Abschalten und Auftanken: Egal wann im Schweizer Bergdorf Pontresina die Natur ihre ganze Kraft entfaltet, bietet das Grand Hotel Kronenhof den perfekten Ort zum Entspannen und Energietanken. Wie schon im Vorjahr lädt das Hotel die Gäste ein, komplett auf elektronische Geräte zu verzichten und die freie Zeit für ausgedehnte Spa- und Sporteinheiten zu nutzen. Tiefenwirksame Anwendungen sorgen für wohltuende Entspannung. Bei einer Wanderung im Sonnenaufgang sowie beim Stand Up Paddling auf dem St. Moritzersee im Sommer schöpfen Gäste Kraft aus der Engadiner Natur. Das Digital Detox Retreat umfasst drei Übernachtungen im Fünf-Sterne-Superior-Grand Hotel Kronenhof inklusive Programm, Transfers, Frühstück und Abendessen und wird jeweils von Donnerstag bis Sonntag angeboten. Es ist ab zwei Personen buchbar und kostet im Winter ab 1.235 Schweizer Franken (zirka 1.073 Euro) und im Sommer ab 1.150 Schweizer Franken (zirka 1.000 Euro) pro Person im Doppelzimmer. Wer gerne noch länger komplett auf seine digitalen Geräte verzichten möchte, für den empfiehlt sich die Buchung des Retreats über sechs Nächte.

Kontaktdaten:

Grand Hotel Kronenhof
Via Maistra 130
CH-7504 Pontresina
Tel. +41 81 830 30 30
info@kronenhof.com
www.kronenhof.com

TERMINE WINTER 2017/18:
DO, 14. – SO, 17.12.2017
DO, 11. – SO, 14.01.2018
DO, 01. – SO, 04.02.2018
DO, 15. – SO, 18.03.2018
DO, 22. – SO, 25.03.2018
DO, 05. – SO, 08.04.2018

TERMINE SOMMER 2018:
DO, 21. – SO, 24.06.2018
DO, 05. – SO, 08.07.2018
DO, 19. – SO, 22.07.2018
DO, 23. – SO, 26.08.2018
DO, 06. – SO, 09.09.2018
DO, 20. – SO, 23.09.2018

Vielen Dank für die Einladung!

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